Malta

Die pittoreske Schönheit der Insel, die herzliche Gastfreundschaft ihrer Bewohner und die ideale geografische Lage haben mancherlei Eroberer und Piraten an unsere Küsten geführt. 93 Kilometer südlich von Sizilien und 288 Kilometer nördlich von Afrika im Herzen des Mittelmeers gelegen, ziehen sich Schlachten und Eroberungskämpfe wie ein roter Faden durch die Geschichte der maltesischen Inseln.

Zahlreiche Zivilisationen und Armeen, von den Phöniziern über die Römer, Araber, Normannen, Johanniter, Franzosen bis hin zu den Engländern, haben auf den Maltesischen Inseln Station gemacht. Die Inseln waren nicht nur als Unterwegshalt für Kaufleute auf dem Weg zum europäischen Festland, sondern auch als strategisch gelegene Militärbasis begehrt. Viel Geschichte für eine Insel von gerade einmal 316 Quadratkilometern Größe – dennoch ein kostbares kleines Juwel im Mittelmeer.

Den Johannitern verdanken die Inseln ihren Reichtum an prächtigen Barockgebäuden, die bis heute stolz die Straßen der pittoresken alten Städte schmücken. Eines der wohl herausragendsten Bauwerke, das zu Beginn der Johanniterzeit entstand, ist die „St. John’s Co-Cathedral“ in Valletta, die zu Ehren des Schutzpatrons des Ordens errichtet wurde und heute Caravaggios berühmtes Chiaroscuro-Gemälde „Die Enthauptung Johannes des Täufers“ beherbergt. Ein weiteres imposantes Gebäude der Johanniter-Ritter ist die „Sacra Infermeria“, ursprünglich Hospital und heute Maltas „Mediterranean Conference Centre“ (MCC). Wie viele andere Paläste und Ritter-Herbergen wurde das MCC umgebaut und mit modernster Technik ausgestattet. Es kann als wahrhaft königlicher Veranstaltungsort bezeichnet werden: Im Jahr 2005 fand hier unter Teilnahme von Königin Elizabeth II. sowie zahlreichen Premierministern und Staatsoberhäuptern aus aller Welt das „Commonwealth Heads of Government Meeting“ statt.

Einige Sehenswürdigkeiten der Insel
Valletta, die im 16. Jahrhundert erbaute und massiv befestigte Hauptstadt Maltas, präsentiert sich als architektonisches Meisterwerk des Barock. Diese Festungsstadt, auf der Anhöhe „Mount Sciberras“ gelegen, wurde ursprünglich von Jean Parisot de la Vallette, französischer Großmeister des Ordens, nach der großen Belagerung im Jahr 1565 in Auftrag gegeben. Valletta ist ein lebendiges Museum mit aufwändig und kunstvoll verzierten Barockgebäuden wie der „St. John’s Co-Cathedral“, dem „Grand Masters Palace“, dem „National War Museum“ sowie zahlreichen weiteren Museen und Kirchen. Die engen, schachbrettartig angelegten Straßen eignen sich hervorragend für eine spannende Stadt-Rallye. Vallettas wunderschöne Plätze und historische Gebäude dienen als perfekte Kulisse, um Gäste zu einem eleganten Abendessen zu empfangen.

Die Geschichte der Stadt Mdina, die auf eine 4.000 Jahre alte römische Siedlung zurückgeht, ist so alt wie die Geschichte der Insel selbst. Mdina, ehemalige Hauptstadt Maltas, war im Mittelalter Wohnort der bedeutendsten adeligen Familien. Nicht versäumen sollte man die „Saint Paul’s Co-Cathedral“, das angrenzende naturhistorische Museum im „Vilhena Palace“ sowie die Festungsmauern der Stadt, von denen sich ein herrlicher Blick auf die ganze Insel bietet.

Vittoriosa, Cospicua und Senglea werden als die Three Cities bezeichnet und breiten sich über den „Grand Harbour“ bis zum Süden Vallettas aus. Innerhalb dieser befestigten Städte befindet sich ein Großteil der historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten Maltas, darunter das Volkskundemuseum, der Inquisitorenpalast und das Maritime Museum. Die Three Cities sind für Rahmenprogramme sehr beliebt, da sie mit ihren alten Festungsmauern die perfekte Kulisse für Schiffsausflüge und stimmungsvolle historische Darbietungen mit Troubadouren, Fackelträgern und vielem mehr darstellen.

Maltas Schwesterinsel Gozo, deren Name aus dem kastilischen Wort für „Freude“ abgeleitet ist, befindet sich im Norden Maltas. Obwohl nur 25 Minuten mit der Fähre entfernt, strahlt Gozo, auch „Insel der Liebe und des Honigs“ genannt, eine weitaus ruhigere und ländlichere Atmosphäre als die Hauptinsel aus. Die bezaubernden Dörfer und entspannte Lebensart der Bewohner entführen den Besucher in eine längst vergangene Zeit. Die Zitadelle der kleinen Inselhauptstadt Victoria wurde im 16. Jahrhundert von den Johanniter-Rittern erneut befestigt und bot den damaligen Bewohnern Gozos Schutz vor zahlreichen Angriffen durch Türken und Piraten. Weitere Sehenswürdigkeiten der Insel sind die Tempelanlage von „Ggantija“, der eindrucksvolle Felsen „Azure Window“ sowie der rote Sandstrand „Ramla l-Hamra“.